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Glasreiniger für Fensterputzroboter: Welcher Reiniger für Winbot, HOBOT & Co.?

Ein Fensterputzroboter saugt sich an der Scheibe fest, sprüht Reinigungslösung auf und fährt sie mit einem Pad ab. Klingt simpel – und geht trotzdem oft schief. Die häufigste Beschwerde in Bewertungen lautet nicht „der Roboter fällt runter“, sondern: „Er hinterlässt Schlieren.“

In den meisten Fällen liegt das nicht am Gerät, sondern am Reinigungsmittel.

Das eine Kriterium, auf das es ankommt: nicht schäumend

Handelsüblicher Glasreiniger aus der Sprühflasche enthält Tenside, die bewusst Schaum bilden – beim Putzen von Hand sieht man dadurch, wo man schon war, und wischt ihn gleich wieder weg. Ein Fensterputzroboter wischt aber nicht weg, er verteilt.

Was dann passiert:

  • Der Schaum saugt sich ins Reinigungspad und trocknet dort an. Das Pad wird nach wenigen Bahnen stumpf und schmiert.
  • Schaumreste bleiben als feiner Film auf der Scheibe zurück – sichtbar, sobald Licht schräg darauf fällt.
  • Bei Geräten mit Sprühdüse kann eingetrockneter Schaum die Düse zusetzen.

Deshalb weisen die Hersteller selbst darauf hin: Die Original-Reinigungslösung für ECOVACS Winbot wird ausdrücklich mit einer nicht schäumenden Formel beworben. Wer stattdessen normalen Fensterreiniger einfüllt, arbeitet gegen die Konstruktion des Geräts.

Unser Glasreiniger für Fenstersauger und Fensterputzroboter ist aus genau diesem Grund schaumarm eingestellt – dieselbe Anforderung, die auch Akku-Fenstersauger von Kärcher oder Leifheit an den Reiniger stellen.

Die richtige Dosierung: 1:200

Der zweite häufige Fehler ist Überdosierung. Viel hilft hier nicht viel – überschüssiges Reinigungsmittel ist die zweite Hauptursache für Schlieren, weil es nicht vollständig abgetragen wird und als Film antrocknet.

Als Konzentrat dosierst du 1:200 – also 5 ml auf 1 Liter kaltes Wasser. Diese Menge mischst du an und füllst sie in den Tank beziehungsweise in die mitgelieferte Sprühflasche des Roboters. Halte die Verdünnung genau ein; „ein Schuss mehr“ ist kontraproduktiv.

Ein Nebeneffekt, der bei Robotern angenehm ist: Aus einem Liter Konzentrat werden bei dieser Verdünnung bis zu 200 Liter fertige Lösung. Du füllst kleine Mengen frisch an, statt eine angebrochene Fertigmischung monatelang stehen zu haben. Mehr dazu in der Kategorie Glasreiniger Konzentrat.

Was bei welchem Gerät zu beachten ist

Fensterputzroboter unterscheiden sich darin, wie die Flüssigkeit auf die Scheibe kommt – und daraus ergibt sich, worauf du achten musst.

ECOVACS Winbot (W1 Pro, W2, W2 Omni, Winbot Mini)

Diese Geräte sprühen die Lösung über Düsen direkt auf die Scheibe. Hier ist die Schaumfrage am kritischsten, weil die Düse fein ist. Verdünnte, klare Lösung verwenden – keine Fertigmischung mit Zusatzstoffen wie Glanzverstärkern.

HOBOT (2S, 388, 298, Square)

Bei mehreren HOBOT-Modellen sprühst du die Lösung selbst auf das Reinigungstuch, bevor du den Roboter ansetzt. Vorteil: Du kontrollierst die Menge. Nachteil: Man neigt dazu, zu viel aufzusprühen. Das Tuch soll feucht sein, nicht nass.

Mamibot iGlassbot, eZiclean, Blaupunkt XWin und baugleiche Geräte

Funktionieren nach einem der beiden Prinzipien. Im Zweifel gilt dieselbe Regel: schaumarm, verdünnt, sparsam.

Vier Fehler, die fast jeder einmal macht

  1. In der Sonne putzen lassen. Die Lösung trocknet an, bevor das Pad sie abträgt – das gibt garantiert Schlieren. Das Problem ist beim Roboter sogar größer als von Hand, weil er langsamer arbeitet. Mehr dazu im Ratgeber Fenster putzen bei Sonne und Hitze.
  2. Das Pad zu selten wechseln. Ein gesättigtes Pad reinigt nicht mehr, es verteilt. Bei stark verschmutzten Außenscheiben nach ein bis zwei Fenstern tauschen.
  3. Grobschmutz nicht vorher entfernen. Vogelkot, Blütenstaub oder Insektenreste solltest du vorab abnehmen – sonst zieht der Roboter sie über die ganze Scheibe. Ein Mikrofasertuch mit etwas verdünnter Lösung reicht dafür.
  4. Reiniger mit Alkohol- oder Säurezusatz verwenden. Aggressive Zusätze können Dichtungen, Rahmenbeschichtungen und die Kunststoffteile des Roboters angreifen. Bei Kalkflecken hilft ohnehin kein Glasreiniger – die muss man gezielt vorbehandeln.

Lohnt sich ein Konzentrat gegenüber der Herstellerlösung?

Ehrliche Antwort: Die Original-Reinigungslösungen der Gerätehersteller funktionieren. Der Unterschied liegt weniger in der Reinigungsleistung als in Preis pro Liter, Verpackungsaufkommen und Verfügbarkeit – Original-Lösungen sind häufig nur über den Hersteller oder Zubehörhändler zu bekommen und regelmäßig ausverkauft.

Ein schaumarmes Konzentrat deckt dagegen mehrere Geräte ab: denselben Kanister nutzt du für den Fensterputzroboter, den Akku-Fenstersauger und die Handreinigung. Unsere Konzentrate sind vegan, biologisch abbaubar, kennzeichnungsfrei und werden in Deutschland hergestellt.

Kurz zusammengefasst

  • Wichtigstes Kriterium ist nicht schäumend – Schaum ist die Hauptursache für Schlieren.
  • Konzentrat 1:200 verdünnen (5 ml auf 1 Liter), nicht „nach Gefühl“.
  • Nicht in der prallen Sonne arbeiten lassen.
  • Pads rechtzeitig wechseln, Grobschmutz vorher entfernen.
  • Keine Reiniger mit aggressiven Zusätzen einfüllen.

Passende Produkte findest du in der Kategorie Glasreiniger für Fensterputzroboter & Fenstersauger. Wenn du lieber selbst zum Abzieher greifst, hilft dir der Ratgeber Fenster putzen ohne Streifen weiter.

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