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Gebäudereinigung: Reinigungsmittel für die Unterhaltsreinigung

In der Gebäudereinigung entscheidet nicht die Zahl der Produkte über das Ergebnis, sondern ob die wenigen richtigen zuverlässig verfügbar und richtig dosiert sind. Wer ein Objekt betreut – Büro, Praxis, Schule, Hotel oder Verwaltungsgebäude –, arbeitet mit anderen Rahmenbedingungen als im Haushalt: größere Flächen, feste Turnusse, wechselndes Personal und eine Kalkulation, die pro Quadratmeter aufgehen muss. Dieser Ratgeber beschreibt, welches Basissortiment die Unterhaltsreinigung abdeckt, wie sich Konzentrate wirtschaftlich rechnen und worauf bei Arbeitsschutz und Materialverträglichkeit zu achten ist.

Unterhaltsreinigung, Glasreinigung, Grundreinigung – die drei Ebenen

Die Fachsprache trennt drei Leistungsarten, und jede braucht andere Mittel:

  • Unterhaltsreinigung – die wiederkehrende Reinigung im festen Turnus: Böden wischen, Sanitärbereiche, Griffbereiche, Papierkorbleerung. Hier arbeitet man mit niedrig dosierten, materialschonenden Mitteln, weil täglich oder mehrmals wöchentlich über dieselben Oberflächen gegangen wird.
  • Glas- und Rahmenreinigung – meist in eigenem Turnus, oft quartalsweise, mit eigenem Mittel und eigenem Werkzeug.
  • Grundreinigung – die periodische Tiefenreinigung, bei der Schichten entfernt werden, die die Unterhaltsreinigung nicht erreicht. Hier kommen Intensivreiniger in deutlich höherer Dosierung zum Einsatz.

Wer diese drei Ebenen nicht trennt, macht typischerweise einen von zwei Fehlern: Er reinigt täglich mit einem zu starken Mittel – das greift Oberflächen an und kostet unnötig – oder er versucht, Grundreinigungsschmutz mit Unterhaltsdosierung zu lösen und schrubbt gegen ein Mittel an, das dafür nicht gemacht ist.

Das Basissortiment: fünf Mittel decken den Alltag ab

Für die laufende Objektpflege reichen in den allermeisten Fällen fünf Positionen. Alles Weitere ist Spezialfall.

  1. Allzweckreiniger für Griffbereiche, Türen, Möbel, Kunststoff und Metall: der BiOHY Allzweckreiniger 10L wird 1:200 angesetzt, also 5 ml auf 1 Liter Wasser.
  2. Bodenreiniger für Hartböden: der BiOHY Bodenreiniger 10L, ebenfalls 1:200, ohne Schaum- und Streifenbildung – wichtig bei großen zusammenhängenden Flächen, auf denen Schlieren sofort auffallen.
  3. Glas- und Oberflächenreiniger für Scheiben, Spiegel, Chrom und Glastrennwände: der BiOHY Glas- und Oberflächenreiniger 10L, 1:200.
  4. Sanitärreiniger für Waschbecken, Armaturen und Fliesen im Waschraum: der BiOHY Sanitärreiniger 10L, 1:200, bei starker Verkalkung auch unverdünnt.
  5. WC-Reiniger für die Keramik selbst: der BiOHY WC-Reiniger 10L ist kein Konzentrat, sondern ein gebrauchsfertiges Gel – unverdünnt unter den Rand geben, 15 Minuten einwirken lassen, spülen.

Dazu kommt in jedem Objekt mit Waschräumen die Creme Seife 10L zum Nachfüllen der Spender. Sie ist Verbrauchsmaterial, kein Reinigungsmittel – gehört aber in dieselbe Bestellung, weil sie sonst regelmäßig vergessen wird.

Das komplette Sortiment für die Objektpflege ist in der Übersicht Reinigungsmittel für Gebäudereinigung & Objektpflege zusammengestellt.

Warum Konzentrat und nicht gebrauchsfertig

Die Rechnung ist einfach und der Grund, warum in der Gebäudereinigung praktisch ausschließlich mit Konzentraten gearbeitet wird. Bei einer Dosierung von 1:200 ergibt ein Liter Konzentrat 200 Liter Gebrauchslösung. Ein 10-Liter-Kanister entspricht damit rund 2.000 Litern fertiger Reinigungslösung.

Das wirkt sich an drei Stellen aus:

  • Transport und Lager: Ein Kanister statt rund 200 Ein-Liter-Flaschen – weniger Palettenfläche, weniger Handling, weniger Verpackung.
  • Kalkulation: Der Materialkostenanteil pro Quadratmeter wird planbar, weil die Ausbeute je Kanister feststeht.
  • Dosierdisziplin: Sie wird zum entscheidenden Faktor. Zu hoch dosiert bedeutet nicht sauberer, sondern Rückstände, die neuen Schmutz binden – und auf glänzenden Böden sichtbare Schlieren.

Praktisch heißt das: mit Messbecher oder Dosierpumpe arbeiten, nicht nach Gefühl aus dem Kanister. Auf einen 10-Liter-Wischeimer kommen bei 1:200 exakt 50 ml Konzentrat.

Böden nach Belag trennen

Der häufigste Materialschaden in Objekten entsteht nicht durch das falsche Mittel an sich, sondern dadurch, dass ein Mittel für alle Beläge verwendet wird. Drei Fälle sollten getrennt bleiben:

  • Fliesen, PVC, Stein, Linoleum – der Standard-Bodenreiniger.
  • Versiegeltes und geöltes Parkett – der Parkettreiniger 10L. Holz verträgt weder stehende Nässe noch stark alkalische Lösungen; nebelfeucht arbeiten.
  • Laminat und Vinyl – der Laminatreiniger 10L, ebenfalls mit möglichst wenig Wasser, weil die Fugen aufquellen können.

Teppichflächen – in Büros meist Bahnenware oder Fliesen – laufen über einen eigenen Turnus: Fleckentfernung sofort, Zwischenreinigung im Sprühextraktionsverfahren mit dem Teppichshampoo 10L.

Glasflächen: eigenes Mittel, eigener Turnus

Für Innenglas, Trennwände und Spiegel genügt der Glas- und Oberflächenreiniger. Für die Fassaden- und Fensterreinigung mit Einwascher, Abzieher oder Fenstersauger ist der Profi Fensterreiniger 10L die passende Position: 1:200 dosiert, wobei hier die genaue Einhaltung besonders zählt – Überdosierung ist die häufigste Ursache für Schlieren auf großen Scheiben. Bei punktuell starker Verschmutzung lieber das Konzentrat direkt auf das Tuch geben als die ganze Lösung anreichern.

Sanitär und Waschraum: der Bereich, an dem das Objekt bewertet wird

Nutzer beurteilen die Reinigungsqualität eines Gebäudes fast ausschließlich am Waschraum. Zwei Punkte entscheiden dort:

Urinstein und Kalk sind zwei verschiedene Probleme. Kalk sitzt auf Armaturen und Fliesen, Urinstein in und unter der Keramik. Der Sanitärreiniger arbeitet auf den Flächen, das WC-Gel beziehungsweise der WC-Schwan 10L in der Schüssel und unter dem Rand, wo er haften bleibt. Welche Anforderungen öffentlich zugängliche Sanitäranlagen zusätzlich stellen, steht im Ratgeber Sanitärreiniger für öffentliche Toiletten; für Waschräume in Bürogebäuden gibt es den Beitrag zur Waschraum-Hygiene im Büro.

Der Sanitärreiniger enthält Säure. Auf säureempfindlichen Oberflächen – Marmor, Naturstein, Zink, Messing – deshalb nur stark verdünnt einsetzen und im Zweifel vorher an unauffälliger Stelle testen. Das betrifft in Altbauten und Hotels mehr Flächen, als man erwartet.

Grundreinigung: wenn die Unterhaltsdosierung nicht mehr reicht

Für Tiefgaragen, Werkstätten, Technikräume, Fettablagerungen und angetrocknete Verschmutzungen ist der Intensivreiniger 10L gedacht. Er wird nicht 1:200, sondern je nach Verschmutzungsgrad mit 40 bis 200 ml auf 1 Liter Wasser angesetzt und ist auch für Hochdruckreiniger geeignet. Bei hoher Dosierung gilt: erst Materialversuch an unauffälliger Stelle, dann Fläche.

Arbeitsschutz: das unterschätzte Auswahlkriterium

In der Objektreinigung arbeiten oft wechselnde Kräfte, teilweise in Randzeiten, teilweise in Räumen, die kurz danach wieder genutzt werden – Kitas, Schulen, Pflegeeinrichtungen, Arztpraxen. Ein Mittel, das mit ätzenden Eigenschaften oder scharfen Dämpfen arbeitet, erzeugt dort Folgeaufwand: Unterweisungen, persönliche Schutzausrüstung, Lüftungszeiten, getrennte Lagerung.

Wer stattdessen mit Konzentraten arbeitet, die in Anwendungsverdünnung ohne ätzendes Gefahrenpotenzial auskommen, spart genau diesen Aufwand. In Ausschreibungen für öffentliche Auftraggeber ist dieser Punkt inzwischen regelmäßig Teil der Leistungsbeschreibung – und er wird häufiger geprüft als der Preis pro Liter.

Unabhängig davon bleibt Standard: Handschuhe tragen, Mittel nie mischen, Gebrauchslösungen nicht in unbeschriftete Flaschen umfüllen.

Ein Reinigungsplan, der im Alltag hält

Ein Reinigungsplan wird nur befolgt, wenn er nach Turnus statt nach Raum sortiert ist. Ein bewährtes Grundgerüst für ein Bürogebäude:

  • Täglich: Sanitärbereiche komplett, Griffbereiche und Türklinken, Abfall, Böden in Verkehrsflächen.
  • Zwei- bis dreimal wöchentlich: Böden in Büroräumen, Küchenzeilen und Teeküchen.
  • Wöchentlich: Glastrennwände und Türgläser im Griffbereich, Spiegel, Sockelleisten.
  • Monatlich: Heizkörper, Lüftungsgitter, Möbelfronten, Papierkörbe innen.
  • Quartalsweise bis halbjährlich: Fensterreinigung innen und außen, Teppich-Zwischenreinigung.
  • Jährlich: Grundreinigung der Hartböden.

Wichtig ist, neben jedem Punkt Mittel und Dosierung zu notieren. Das ist der einzige Weg, wie Dosiergenauigkeit auch bei Personalwechsel erhalten bleibt.

Häufige Fragen

Wie viel Gebrauchslösung ergibt ein 10-Liter-Kanister?
Bei 1:200 rund 2.000 Liter. Für einen 10-Liter-Wischeimer werden 50 ml Konzentrat benötigt.

Kann ich einen Reiniger für alle Böden nehmen?
Für Fliesen, PVC und Stein ja. Parkett und Laminat sollten eigene Mittel bekommen, vor allem wegen der Feuchtigkeitsempfindlichkeit.

Was tun, wenn Böden nach dem Wischen schnell wieder schmutzig wirken?
In fast allen Fällen ist die Dosierung zu hoch. Tensidrückstände binden Staub. Testweise exakt nach Dosierempfehlung ansetzen und mit klarem Wasser nachwischen.

Wo liegt der Unterschied zwischen Sanitärreiniger und WC-Reiniger?
Der Sanitärreiniger ist ein Konzentrat für Flächen – Fliesen, Armaturen, Waschbecken. Der WC-Reiniger ist ein gebrauchsfertiges Gel für die Keramik und den Rand.

Sind die Konzentrate für Kitas, Schulen und Pflegeeinrichtungen geeignet?
Ja, in der angegebenen Anwendungsverdünnung. Der Sanitärreiniger enthält Säure und sollte dort besonders sorgfältig dosiert und nicht unverdünnt eingesetzt werden.

Fazit

Ein Objekt lässt sich mit fünf Konzentraten plus Waschraum-Verbrauchsmaterial sauber halten. Entscheidend sind nicht möglichst viele Spezialmittel, sondern drei Dinge: die Trennung nach Bodenbelag, die exakte Dosierung – 1:200, also 5 ml auf 1 Liter – und ein Reinigungsplan, der Mittel und Menge neben jeden Turnus schreibt. Alle Konzentrate werden in Deutschland hergestellt. Das komplette Großgebinde-Sortiment steht in der 10L-Kanister-Übersicht; einen Überblick über die gewerblichen Einsatzbereiche gibt der Ratgeber Reinigungsmittel für Gewerbe.

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